Planen und Zeichnen in Punktwolken – wie moderne 3D-Laserscans die präzise CAD-Planung im Bestand ermöglichen. Effizient, exakt und praxisbewährt.
04. November 2022

Viele Gebäude, in denen Löschanlagen geplant werden müssen, sind nicht neu. Historische Bausubstanz, verwinkelte Dachgeschosse, unterschiedliche Geschosshöhen und nicht dokumentierte Einbauten erschweren die Planung erheblich. Herkömmliche Aufmaße per Hand sind zeitaufwändig und oft ungenau.
Hier bietet das Laserscanning einen entscheidenden Vorteil: Mit einem 3D-Laserscanner wird das Gebäude in kürzester Zeit nahezu millimetergenau erfasst. Das Ergebnis ist eine sogenannte Punktwolke – ein dreidimensionales Abbild aller sichtbaren Oberflächen.
Planen in Punktwolken bedeutet, die CAD-Planung nicht auf einer leeren Zeichenfläche oder auf ungenauen Altdaten zu beginnen, sondern direkt auf dem realen 3D-Modell des Gebäudes. Jede Wand, jede Decke und jede Einbaute ist exakt im CAD-System vorhanden.
Das hat konkrete Vorteile:
Löschanlagen werden häufig in Gebäuden geplant, in denen ein normaler Planungsprozess an seine Grenzen stößt:
In all diesen Fällen liefert die Punktwolke die verlässliche Grundlage, die eine präzise Planung ermöglicht. Bei einer Planung in einem einfachen Grundriss kann man oft nicht erkennen, ob man eine Leitung z.B. um Träger herumlegen muss. Beim späteren Einbau kommen dann viele zusätzliche Bögen hinzu, die die Druckverluste deutlich verändern. Durch das Planen in einer Punktwolke kann man die Zahl der später hinzukommenden Änderungen gering halten.
Planen in Punktwolken bedeutet, den Ist-Zustand nicht zu schätzen, sondern zu messen. Für Löschanlagen ist das ein großer Vorteil: Die Planung wird präziser, die Berechnungen verlässlicher und die Baustelle weniger überraschend.
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